Allgemeine Gesundheitsinformationen – die persönliche medizinische Einordnung erfolgt im Gespräch mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt. Allgemeine Gesundheitsinformation – keine individuelle Beratung.
Transkript anzeigenVoiceover nachlesen

Bei rheumatoider Arthritis entzündet das fehlgeleitete Immunsystem vor allem die Gelenkinnenhaut. Das kann Schmerzen, Schwellungen und Steifigkeit verursachen und Gelenke dauerhaft schädigen.

Ziel ist eine anhaltende Remission, also möglichst keine messbare Krankheitsaktivität. Ist das nicht erreichbar, wird eine möglichst geringe Aktivität angestrebt.

Sobald die Diagnose gesichert ist, soll eine krankheitsmodifizierende Basistherapie beginnen. Bei aktiver Erkrankung wird regelmäßig kontrolliert und angepasst, bis das Therapieziel erreicht ist.

Meist ist Methotrexat Teil der ersten Basistherapie; bei Gegenanzeigen gibt es Alternativen. Kortison kann kurzzeitig überbrücken. Reicht die Wirkung trotz optimierter Behandlung nicht aus, kommen Biologika oder nach sorgfältiger Risikoprüfung JAK-Hemmer infrage.

Angepasste Bewegung und Training unterstützen Kraft, Beweglichkeit und Alltag. Physio- oder Ergotherapie können je nach Bedarf bei Funktion, Gelenkschutz und passenden Hilfsmitteln helfen.

Kontrollen erfassen Krankheitsaktivität, Blutwerte und mögliche Nebenwirkungen. Medikamente sollten wie vereinbart angewendet werden. Bei neuen Beschwerden, Infekten oder Unverträglichkeiten ist frühe ärztliche Rücksprache wichtig.

Die Auswahl richtet sich nach Krankheitsaktivität, Begleiterkrankungen, Sicherheitsrisiken und Lebenssituation. Auch bei anhaltender Remission Medikamente nicht eigenständig absetzen. Dieses Video bietet allgemeine Informationen. Welche Therapie passt, muss individuell ärztlich entschieden werden.

Wie wird rheumatoide Arthritis behandelt?

Das Video erklärt allgemein, wie krankheitsmodifizierende Medikamente, Treat-to-Target-Kontrollen und unterstützende Therapien zusammenwirken. Auswahl und Anpassung erfolgen immer individuell ärztlich.

Kurzes ErklärvideoVisuelle EinordnungAllgemeine Information

Kurz zusammengefasst

  • Ziel ist eine anhaltende Remission oder zumindest eine möglichst geringe Krankheitsaktivität.
  • Nach gesicherter Diagnose soll eine krankheitsmodifizierende Basistherapie früh beginnen.
  • Krankheitsaktivität, Blutwerte und mögliche Nebenwirkungen werden regelmäßig kontrolliert.
  • Bei unzureichender Wirkung kann die medikamentöse Behandlung nach individueller Risikoprüfung angepasst werden.
  • Bewegung, Physio- und Ergotherapie unterstützen Kraft, Beweglichkeit, Gelenkschutz und Alltag.

In Kürze

Das Wichtigste im Überblick

  • Ziel ist eine anhaltende Remission oder zumindest eine möglichst geringe Krankheitsaktivität.
  • Nach gesicherter Diagnose soll eine krankheitsmodifizierende Basistherapie früh beginnen.
  • Krankheitsaktivität, Blutwerte und mögliche Nebenwirkungen werden regelmäßig kontrolliert.
  • Bei unzureichender Wirkung kann die medikamentöse Behandlung nach individueller Risikoprüfung angepasst werden.
  • Bewegung, Physio- und Ergotherapie unterstützen Kraft, Beweglichkeit, Gelenkschutz und Alltag.
Transparenz & QuellenWie dieser Inhalt einzuordnen ist

MedInPlain vermittelt allgemeine Gesundheitsinformationen in verständlicher Form. Der Inhalt ersetzt weder ein persönliches ärztliches Gespräch noch eine individuelle Diagnose oder Behandlung.

Der Inhalt wurde nach bestem medizinischem Wissen und auf Basis allgemein anerkannter Informationen erstellt.

Visuell erklärt

Bausteine der Rheuma-Therapie

Die Originalmotive zeigen Therapieziel, krankheitsmodifizierende Medikamente und unterstützende Maßnahmen.

Vergleich eines aktiv entzündeten und eines deutlich beruhigten Gelenks
Behandlungsziel ist eine anhaltende Remission oder, wenn das nicht erreichbar ist, eine möglichst geringe Krankheitsaktivität.
Neutrale Medikamentendarstellungen mit Schutzschild vor einem entzündeten Gelenk
Krankheitsmodifizierende Medikamente sollen die Entzündung kontrollieren und Gelenkschäden begrenzen.
Patientin bei Handübung in der Physiotherapie und mit Alltagshilfe in der Ergotherapie
Physio- und Ergotherapie können Beweglichkeit, Gelenkschutz und passende Alltagstechniken unterstützen.
Patientin meldet neue Beschwerden und einen möglichen Infekt telefonisch an die Praxis
Bei neuen Beschwerden, Infekten oder Unverträglichkeiten ist eine frühe ärztliche Rücksprache wichtig.
Medizinische Quellen anzeigenGrundlagen dieses Videos